Bericht: Werkstatt-Treffen Kita-Global 2026

Bericht Werkstatt-Treffen 2026: Friedensarbeit in der Kita!

Ukraine, Gaza, Libanon, Iran, Sudan … wir leben in kriegerischen Zeiten. Doch wie gehen wir in der Kita mit dem Thema „Krieg und Frieden“ um? Das Werkstatt-Treffen Anfang August 2026 nahe Kassel bot viel Raum für Praxis, Austausch und dem, was im Alltag oft zu kurz kommt. Ein Bericht.

Frieden ist kein Zustand, den wir irgendwann erreichen und der dann immerfort anhält. Frieden ist ein Ideal. Und als solches streben wir danach – auch in der Kita. Friedensarbeit ist deshalb in unserer Gesellschaft wie auch in der Kita eine Aufgabe, der wir uns fortlaufend und undogmatisch widmen müssen. Denn wo Menschen zusammenkommen, gibt es Konflikte. Und ob wir diese Konflikte friedlich lösen oder mit kämpferischen Mitteln – das entscheidet letzten Endes über Krieg und Frieden.

Ein weiterer Aspekt ist der Unterschied zwischen Gegner:innen und Feind:innen: Gegner:innen haben zwar unterschiedliche Standpunkte, schätzen sich aber als Personen gegenseitig und behandeln sich mit Respekt und Wertschätzung entlang gemeinsamer Regeln. Mit Feind:innen gibt es keinen Austausch, keinen Kompromiss und keinen beidseitig konstruktiven Ausgang. Feind:innen »dürfen vernichtet« werden (real oder sozial).

»Frieden lässt sich lernen« – Karl-Heinz Bittl

Karl-Heinz Bittl ist Friedenspädagoge, Mitgründer des Fränkischen Bildungswerk für Frieden e.V. in Nürnberg und hat zusammen Hervé Ott, Karen Johne und vielen anderen den ATCC-Ansatz (Approche et transformation constructives des conflits) für umfassende Konfliktbearbeitung entwickelt. Beim Werkstatt-Treffen im August 2026 im Tagungshaus Lebensbogen gab er dazu eine Einführung. Frei nach dem Philosophen Ernst Bloch sieht er Frieden als eine „konkrete Utopie“. Also als etwas, was zwar im Hier und Jetzt nicht verwirklicht ist – das uns als Ideal oder Utopie aber für das Hier und Jetzt konkrete Aufgaben stellt.

Karl-Heinz Bittl beim Vortrag.

Das ATCC-Modell für umfassende Konfliktbearbeitung

Das ATCC-Modell liefert ein System für die Konfliktbearbeitung, mit dem Konflikte nicht als etwas negatives betrachtet werden, was „vermieden“, „beendet“ oder „gelöst“ werden sollte. Vielmehr sind Konflikte immer ein Anlass, um sich selbst, die anderen und die Welt insgesamt neu erkennen zu lernen: ich muss verstehen, was genau mir wichtig ist und dies den anderen vermitteln. Ich muss aber auch zumindest verstehen, was den anderen wichtig ist (auch wenn ich es nicht gut heiße). „Konflikte verändern uns also. Deshalb sind sie zwar unangenehm und anstrengend, aber wichtig“, erklärt Bittl beim Werkstatt-Treffen.

Das ATCC-Modell will Menschen dabei helfen, Konflikte rechtzeitig wahrzunehmen (bevor sich Fronten verhärten). Das hilft, konstruktiv damit umzugehen — sie also als einen Anlass zu begreifen, der Verständigung, eine Vertiefung von Beziehungen und Bedingungen für ein tragfähigeres Zusammenleben ermöglicht. Dazu sind die drei Leitideen:

  • Konflikt-Themen früh erkennen
  • Konflikte konstruktiv bearbeiten
  • Konflikte transformieren statt sie zu lösen*

*Niemand kann einen Konflikt tatsächlich „lösen“, meint Karl-Heinz Bittl.

Die sechs Ebenen des Konflikts

Das ATCC-Modell arbeitet dabei mit sechs Aspekten, die in einem Hexagon angeordnet sind, das Bittl auch den »Konfliktdiamant« nennt:

Der Konfliktdiamant des ATCC-Modells
Der Konfliktdiamant des ATCC-Modells.

Das Hexagon zeigt, dass ein Konflikt immer aus einem systemischen Zusammenspiel von verschiedenen Ebenen besteht. Das Hexagon hilft zu erkennen, auf welcher Ebene oder bei welchem Aspekt es bei einem zu bearbeitenden Konflikt hakt – also wodurch eine Eskalation oder auch ein Wandel möglich ist. Die sechs Aspekte beschreibt Karl-Heinz Bittl folgendermaßen:

  1. Recht/Regeln: Dies betrifft die formalen und informellen Regeln, wie Zuständigkeiten, Grenzen— also „was gilt“. Wenn sich Personen an Recht und Regeln halten, erhalten sie damit das System. Personen werden aber auch durch Recht und Regeln vor der Macht des Systems geschützt – zum Beispiel in einem Rechtsstaat. Typischerweise entstehen Konflikte, wenn sich Personen nicht an Recht und Regeln halten. Das Recht leitet sich aus den Werten ab.
  2. Struktur (Rollen): Sie beschreibt die Rahmenbedingungen, also etwa Macht- und Ressourcenverteilung, organisatorische Abläufe, Möglichkeiten und Blockaden. In einer Kita gibt es zum Beispiel formale und informelle Rollen. Hält sich eine Person etwa ausschließlich an formale Rollen, kann dies zu Konflikten führen. Zum Beispiel, wenn ein Erzieher oder eine Erzieherin immer in der „professionell“ distanzierten Position bleibt, anstatt einem Kind emotional, intuitiv auf zwischenmenschlicher Ebene zu begegnen, um etwa zu zeigen, dass es sein Leid, seine Angst oder Wut versteht.
  3. Rituale: Darunter verstehen wir wiederkehrende Handlungsformen im Umgang miteinander. Dazu gehören zum Beispiel, wie die Personen des System miteinander sprechen, wie Regelbruch sanktioniert wird, was betont wird, wann beschwichtigt und wann eskaliert wird. Wichtig ist laut Bittl, Rituale bewusst zu nutzen. Zum Beispiel sich zu fragen, welche Versöhnungsrituale es in der Kita gibt. Und bewusst zu erforschen, ob das, was ich als versöhnlich wahrnehme, auch für andere so wirkt.
  4. Kultur: Dies umfasst die geteilten Deutungen, Denk- und Erwartungsmuster. Etwa: „Wie wir hier Konflikte sehen – nämlich als etwas Positives.“ Unterschiedliche Kulturen können ein Grund für Konflikte sein. Bittl nannte als Beispiel den „unfreundlichen“, rauen Umgangston der Franken und Fränkinnen – und wie sie einer zugezogenen Rheinländerin mit ausgeprägter Frohnatur äußerst misstrauisch gegenübertraten. Aufgrund ihrer geteilten Vorstellungen und Deutungsmuster hatten sie den Eindruck, dass sie ihnen eine Fassade zeigte.
  5. Werte: Was erachten die Personen des Systems als wichtig und legitim? Was nicht? Werte sind dazu da, um Orientierung zu geben, Sinnfragen zu beantworten und moralische Leitlinien zu geben. Werte sind keine Ziele (die sind in der Struktur zu finden). Das bedeutet, wir streben zwar danach, sie zu verwirklichen, erreichen sie aber nie zu hundert Prozent. Werte stehen immer bis zu einem gewissen Grad in Konflikt zueinander. Würde einer von ihnen hervorgehoben, würde dies zu Lasten der anderen gehen. Etwa: Sicherheit oder Freiheit.
  6. Person: Bezeichnet die Beteiligten eines Konflikts mit ihren Emotionen, Bedürfnissen, Wahrnehmungen, Rollen und Betroffenheit. Sie definiert sich über ihre Biografie, ihre Muster, Bedürfnisse, Grenzen und Ängste. Konflikte können u.a. dann entstehen, wenn Personen innere oder äußere „Aufträge“ haben und diese umsetzen, ohne andere um Erlaubnis zu fragen. Dann geschieht es, dass sie die Grenzen anderer Personen gewollt oder ungewollt überschreiten.

→ Weitere Infos zum ATCC-Ansatz und der praktischen Bedeutung für die Friedensbildung in der Kita:

https://kita-global.de/atcc-modell/

Spiel und Frieden – ein unschlagbares Duo!

Wie wichtig das Spielen für Kinder ist, zeigte sich während des Werkstatt-Treffens immer wieder. Unstrittig ist, dass das freie Spiel für Kinder elementar ist, damit sie ihr soziales Verhalten lernen und üben können: Wie gehe ich mit Gegner*innen um? Welche Regeln muss ich einhalten, um meine Zugehörigkeit zur Gruppe und meine Verbindungen zu anderen nicht zu gefährden? Wie kann ich mit Verlust, Verlieren und Versagen umgehen? Wie lerne ich, auch mal außerhalb der Gruppe für mich alleine (einzu)stehen? Wie gehe ich mit schwierigen Gefühlen um, etwa Angst, Wut oder Frust? All das sind Fragen, die Kinder im Spiel lernen, für sich zu beantworten. Damit sind Spiele entscheidend für die Friedensbildung in der Kita!

Wie Spiele wirken, erkundeten wir während des Werkstatt-Treffens immer wieder am eigenen Leib: wir spielten eine Reihe von Spielen, die Kinder in allen Kontinenten der Welt spielen. Basis dafür war das Kartenset »Spiele aus aller Welt«, das mehrere Autor*innen des fränkischen Bildungswerks für Friedensarbeit e.V. zusammengestellt haben. Und wir nahmen Bezug zu den sechs Aspekten aus dem Hexagon des ATCC-Modells:

  • Welche formellen und informellen Regeln gibt es in Spielen?
  • Welche Struktur, welche Werte und welche Kultur spiegeln sie wider?
  • Welche Rollen gibt es (formell und informell) und wie helfen uns die Spiele dabei, sie zu gefahrlos zu erkunden?
  • Gibt es Rituale in den Spielen?
  • Und erleben unterschiedliche Personen mit verschiedenen Hintergründen sie unterschiedlich?

All dies sind Fragen, die sich Pädagog*innen im Elementarbereich ebenfalls stellen können, um Spiele gezielt für die Friedensbildung in der Kita einzusetzen.

→ Vertiefender Beitrag über „Spiele und Friedensarbeit“:

Praxis-Projekte der Friedensbildung in der Kita

Ein großer Schwerpunkt des Werkstatt-Treffens liegt jedes Jahr darauf, Inspiration für die Praxis in der Kita zu liefern – und auch einen Austausch unter Praktiker*innen zu ermöglichen. Beides gab es auch dieses Jahr wieder, hier zum Thema »Friedensbildung in der Kita«. Zum einen stellten Sibylle Weiler und Karl-Heinz Bittl vom Fränkischen Bildungswerk für Friedensarbeit e.V. einige ihrer eigenen Projekte vor. Zum anderen erarbeiteten die Teilnehmenden fünf Projekt-Ideen für die Friedensbildung in der Kita, ausgehend von fünf verschiedenen Kinderbüchern.

Aus dem Fränkischen Bildungswerk kamen Ideen wie der Bau einer Zukunftsstadt des Friedens, das Kinder mit Pappkartons selbst herstellen. Oder von einem kleinen Zukunftsbüchlein, das Kinder zusammen mit ihren Eltern an einem Nachmittag erstellen können. Oder von einem Ort der Stille und Kontemplation, während Kräuterkissen unter dem Titel »Frieden für die Hosentasche« entstehen.

Darüber hinaus schauten sich die Teilnehmenden fünf verschiedene Kinderbücher an zu unterschiedlichen Themen wie »Vielfalt«, »Hunger«, »Freundschaft«, »Obdachlosigkeit« und »Armut« oder »Fremdsein«. Die Beurteilungen der Bücher selbst fielen gemischt aus – und war eine Einladung an alle, sich mit Hilfe der Richtlinien des EPiZ Reutlingen, mal den eigenen Bestand an Kinderbüchern kritisch anzusehen sowie auch Neuanschaffungen nach den Kriterien zu hinterfragen. Hilfe bieten auch die Literaturempfehlungen für Kinderbücher zu Globalem Lernen von Kolibri.

→ Beitrag zur Friedensbildung in der Kita mit Praxisbeispielen:

Konsensritual für Kinder und alles Leben auf dem Planeten

Viele indigene Völker rund um den Globus treffen Entscheidungen per Konsens und lösen auf diese Weise ihre Konflikte. Von Klein auf lernen sie, auf die Worte und Gefühle der Anderen zu hören, Geduld zu haben und das Wohlergehen der Gruppe im Blick zu behalten. So können sie Entscheidungen im Kreis treffen, sich in die Gruppe integrieren, sich von ihr respektiert fühlen und das Gefühl haben, dass die eigene Meinung zählt, so »seltsam« sie auch sein mag.

Felipe Duarte bereitet die Mitte für das Konsensritual vor
Felipe Duarte bei der Durchführung des Konsensrituals für Kinder.

Für das Werkstatt-Treffen haben die BNE-Referentin Francisca Gallegos und der BtE-Referent Felipe Duarte ein Konsensritual für Kinder entwickelt, dass sie mit allen Teilnehmenden beispielhaft durchführten. Es war so ausgelegt, dass es nicht nur darum ging, den Frieden zwischen den Menschen herzustellen, sondern zwischen allen Lebewesen auf der Erde. Ihre indigenen Prinzipien stammen aus den Lehren und Pfaden ihrer jeweiligen Ältesten. »Es ist nicht entscheidend, welche Sprache man spricht oder in welchem Territorium man lebt; die indigenen Traditionen auf der ganzen Welt stimmen darin überein, dass Frieden zwischen den Menschen und Frieden innerhalb aller Lebewesen herrschen muss. Von den Mineralien über Pflanzen und Tiere bis hin zu den Menschen sind wir alle Leute, alle sind lebendig und verdienen Fürsorge. Der Frieden beginnt dort, wo wir lernen, zuzuhören“, meint Felipe Duarte.

→ Erfahrungsbericht zum Konsensritual für Kinder:

Kinderyoga für den Frieden

Kinderyoga unterstützt BNE, Globales Lernen und Friedensbildung in der Kita. Warum? Nun, auf der einen Seite lernen die Kleinen durch Kinderyoga, Achtsamkeit für sich selbst zu entwickeln. Sie üben sich in der Selbstwahrnehmung und bekommen ein immer besseres Bewusstsein für ihre eigenen Gefühle. Das hilft ihnen dabei Stress abzubauen und ihre Emotionen zu regulieren. So wächst ihr Selbstvertrauen und ihre Resilienz.

Auf der anderen Seite stärkt Kinderyoga aber auch das soziale Miteinander. Denn zu lernen, sich selbst besser wahrnehmen zu können, bedeutet auch zu lernen, andere besser zu verstehen. Kinderyoga stärkt die Empathie und das Mitgefühl von Kindern. Sie lernen, anderen mit Respekt, Wertschätzung und Toleranz zu begegnen. Das fördert ihre Geduld, stärkt ihre Fähigkeit, andere zu unterstützen und Unterschiedlichkeit und Vielfalt zu akzeptieren.

Karin Wirnsberger leitet Kinderyoga an.

Beim Werkstatt-Treffen führte Karin Wirnsberger, Bildungsreferent:in für Globales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), durch etwas Theorie und vor allem auch die Praxis. Ihr Motto »Kinderyoga können alle Erziehenden in Kitas anleiten, wenn sie sich ein bisschen damit beschäftigen. Interessiert? Dann gibt es in dem Beitrag »Kinderyoga als Baustein für Globales Lernen, BNE und Friedensbildung in der Kita« weitere Infos und auch einen Vorschlag für eine Kinderyoga-Session.

→ Tipps und Wissen, wie Kinderyoga auch ohne Ausbildung in der Kita machbar ist:

https://kita-global.de/kinderyoga

Barcamp – Partnernetzwerk Frübi

Der letzte Tag war wieder ausschließlich dem Partnernetzwerk Frübi und damit verbunden einem Barcamp gewidmet. Ein Barcamp – auch Unkonferenz, OpenSpace oder Ad-Hoc-Nicht-Konferenz genannt – ist ein offener Veranstaltungsraum, der von den Teilnehmenden mit den Ideen, Fragen, Anliegen und Workshop-Angeboten der Teilnehmenden gefüllt wird.

Beim Werkstatt-Treffen diente dieser letzte Tag dazu, noch offen geblieben Fragen einen Raum zu geben, zusätzliche Anliegen zu ermöglichen oder Feedback zu Ideen und Angeboten der Teilnehmenden zu geben. Wir legten fest, dass es 2 Zeit-Einheiten von je 45 Minuten gab – sowie drei mögliche Orte. Das ergab Raum für sechs verschiedene Themen, Angebote, Fragen. Also sechs Sessions, wie es im Jargon der Barcamps heißt.

Alle Teilnehmenden, die eine Session anstoßen wollten, schrieben ihre Idee, ihre Frage oder ihr Anliegen auf eine Moderationskarte und stellten sich an der Pinnwand an, auf der die Zeiten und Räume in einer Matrix aufgezeichnet waren. Dann stellten sie nacheinander ihre Sessions vor und hängten sie in den Zeitplan an die Stelle, die ihnen passend erschien. Die Teilnehmenden, die Interesse an der Session hatten, meldeten sich kurz per Handzeichen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie groß die Resonanz auf die Session ist.

Anschließend gingen alle Teilnehmenden selbstorganisiert in die Sessions, die sie am meisten interessierten. Ein Wechsel zwischen den Sessions war jederzeit möglich (laut dem »Gesetz der zwei Füße« der Barcamps). Im Anschluss des Barcamps stellte jeweils eine Person noch einmal kurz die Ergebnisse einer Session vor, sodass alle einen kleinen Eindruck davon bekamen, was in den Sessions stattgefunden hatte, in denen sie nicht persönlich anwesend waren.

Alle Teinehmenden stehen für eine Abschlussrunde im Kreis.
Die Abschlussrunde des Werkstatt-Treffen.

Fazit: Das Werkstatt-Treffen »Friedensbildung in der Kita«

Mit 26 Teilnehmenden war auch das diesjährige Werkstatt-Treffen wieder gut besucht. Das Thema »Frieden« hatte für alle eine große Relevanz und der Austausch über das, was Friedensbildung in der Kita in all seinen Facetten bedeutet, war für alle inspirierend und motivierend. Insbesondere auch deshalb, weil einige Teilnehmende deutlich einen Stimmungswandel in unserer Gesellschaft spürten. So konnte eine Kita-Leitung berichten, dass sie Druck bekam, als sie mit den Kindern über Vielfalt in unserer Gesellschaft sprach und die Kinder daraufhin die Regenbogenfahne hissen wollten. Andere erzählten, dass Referent:innen von »Bildung trifft Entwicklung« teilweise genau schauen muss, ob sie einen Ort besuchen können – oder ob sie in irgendeiner Weise Schutzmaßnahmen brauchen.

Gleichzeitig war allen bewusst, wie großartig es ist, dass es in Deutschland mit der Nationalen Plattform für BNE (Bildung für Nachhaltige Entwicklung) gibt. Über die angeschlossenen Foren (etwa dem »Forum für Frühkindliche Entwicklung) und den Partnernetzwerken (zum Beispiel dem Partnernetzwerk Frühkindliche Bildung, Frübi) haben Pädagog:innen, Multiplikator:innen und bildungspolitisch Aktive die Möglichkeit, politischen Einfluss zu üben. Diese Chance – so die einhellige Meinung – sollten alle in der Frühkindlichen Bildung tätigen nutzen!

Wer sich für ein Engagement im Partnernetzwerk Frübi interessiert, kann sich auf der Website weiter informieren und Kontakt zu Lena Grüber aufnehmen.

Worum geht’s beim Werkstatt-Treffen?

Die Werkstatt-Treffen „Globales Lernen in der KITA“ vernetzen engagierte Erzieher:innen, pädagogische Fachkräfte und Referent:innen bundesweit.

Bei diesen Treffen geht es um einen kollegialen Austausch zwischen engagierten Mitarbeitenden in Kindertagesstätten und Nichtregierungsorganisationen (NGO), die in der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen im Elementarbereich tätig sind. Diskutiert und dargestellt werden Ansätze, Methoden und Praxisideen rund um das Thema ‚Globales Lernen und BNE in der Kita‘. Seit 2025 finden die Werkstatt-Treffen in Kooperation mit dem BNE-Partnernetzwerk Frühkindliche Bildung „FRÜBI“ statt.