Werkstatt-Treffen: Friedensarbeit in der Kita

Ukraine, Gaza, Libanon, Iran, Sudan … die Liste der Kriege lässt sich fortführen. Und hierzulande? Noch nie hat Deutschland so viel Geld für das Militär ausgegeben. Aber was ist mit uns und den Kindern? Wie gehen wir in diesen Zeiten mit dem Thema „Krieg und Frieden“ um? Das nächste Werkstatt-Treffen vom 3. bis 5. August 2026 nahe Kassel verspricht: Praxis. Austausch. Und Raum für das, was im Alltag oft zu kurz kommt.

Wie können Pädagog:innen im Elementarbereich Kinder dabei begleiten, in einer von Unsicherheiten geprägten Welt Vertrauen, Zuversicht und ein Gefühl von Frieden zu entwickeln? Welche Rolle spielen pädagogische Fachkräfte dabei überhaupt? Und wie können sie selbst handlungsfähig und hoffnungsfroh bleiben?

Wie sieht Friedensarbeit in der Kita heute aus?

Das Werkstatt-Treffen im August 2026 lädt dazu ein, diesen Fragen nachzugehen und die Friedensarbeit in der KITA gemeinsam weiterzudenken. Im Mittelpunkt steht die Friedensbildung in der Kita – verstanden nicht nur als Abwesenheit von Krieg, sondern als Gestaltung von Beziehungen. Als ein bewusster Umgang mit Macht und als ein Beitrag zu gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Die Fortbildung verbindet fachliche Impulse, praktische Methoden und kollegialen Austausch rund um Friedensbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen. Dabei nehmen wir drei miteinander verbundene Ebenen in den Blick:

  • die persönliche Ebene
  • die strukturelle Ebene und
  • die kulturelle Ebene.

Das bedeutet: Wir reflektieren sowohl die eigene Haltung, als auch konkrete Umsetzungsmöglichkeiten von Friedensarbeit im pädagogischen Alltag einer Kita.

Gemeinsam arbeiten wir unter anderem an folgenden Themen

  • Was bedeutet Frieden – für uns und für Kinder?
  • Wie gehen wir selbst und die Kinder mit Krieg, Angst und Unsicherheit um?
  • Wie können wir konstruktiv über schwierige Themen sprechen?
  • Welche Rolle spielen Werte, Zugehörigkeit und Gerechtigkeit im Kita-Alltag?
  • Wie stärken wir Kinder – und uns selbst – in herausfordernden Zeiten?

Worum gehts beim Werkstatt-Treffen?

Die Werkstatt-Treffen „Globales Lernen in der KITA“ vernetzen engagierte Erzieher:innen, pädagogische Fachkräfte und Referent:innen bundesweit.

Bei diesen Treffen geht es um einen kollegialen Austausch zwischen engagierten Mitarbeitenden in Kindertagesstätten und Nichtregierungsorganisationen (NGO), die in der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen im Elementarbereich tätig sind. Diskutiert und dargestellt werden Ansätze, Methoden und Praxisideen rund um das Thema ‚Globales Lernen und BNE in der Kita‘. Seit 2025 finden die Werkstatt-Treffen in Kooperation mit dem BNE-Partnernetzwerk Frühkindliche Bildung „FRÜBI“ statt.

Die Ziele des Werkstatt-Treffens

Die Ziele für das Werkstatt-Treffen im August zum Thema „Friedensarbeit in der Kita“ sind:

  • neue Perspektiven auf Friedensbildung gewinnen
  • konkrete Methoden für den Kita-Alltag mitnehmen
  • sich gegenseitig stärken und vernetzen
  • mit mehr Klarheit, Mut und Zuversicht in die eigene Praxis zurückkehren

Der Ablauf – das Programm

Tag 1: 3. August 2026| 13:0-018:30 Uhr| 20:00–zirka 21:30 Uhr

Tagesprogramm: Einstieg ins Werkstatt-Treffen, Kennenlernen und Hinführung zum Thema „Friedensbildung in Zeiten des Krieges“.

Abendprogramm: Spiele als wichtiges pädagogisches Werkzeug in der Friedenssbildung

Tag 2: 4. August 2026 | 9:00–18:30 Uhr | 20:00–zirka 21:30 Uhr

Tagesprogramm: In parallelen Werkstätten weitere Impulse sowie Übungen zur Friedensbildung (z.B. Bücherwerkstatt, Kinderyoga, Konsens-Übungen u.a.); inhaltliche und methodische Arbeit zum Thema Friedensbildung.

Abendangebot: Gespräche und Austausch am Lagerfeuer, Tanzen

Tag 3: 5. August 2026 | 9:00–13:00 Uhr

Tagesprogramm: Reflexion, Ideen zur Weiterarbeit, Feedback und Ausblick

Impulsgeber*innen

  • Karl-Heinz Bittl, Dipl. Sozialpädagoge, Trainer und Berater (ATCC), Supervisor, Coach. Leitung des Fränkischen Bildungswerks für Friedensarbeit e.V.
  • Mouhamed Adam Alazawe, Trainer und Berater (ATCC), BtE-Referent, Flüchtlingsrat Thüringen
  • Francisca Gallegos, BtE-Referentin (Buen Vivir und andere Themen) und Projektmitarbeiterin in den KITA-Projekten im EPiZ Reutlingen

Orgateam & Moderation

  • Lena Grüber, Mitglied im Forum Frühkindliche Bildung der Nationalen Plattform BNE, Koordinatorin vom BNE-Partnernetzwerk frühkindliche Bildung (FRÜBI)
  • Karin Wirnsberger, Koordinatorin der KITA-Projekte am EPiZ Reutlingen, Bildungsreferentin für BNE und Globales Lernen, Coach und Kinderyoga-Lehrerin

Veranstalter

BNE-Partnernetzwerk Frühkindliche Bildung (FRÜBI) und Entwicklungspädagogisches Informationszentrum EPiZ Reutlingen (KITA-GLOBAL)

Gefördert durch

  • Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ)
  • Brot für die Welt
  • Misereor

Infos & Anmeldung

Wann: 03.08.2026 (Mo)13:00 Uhr – 05.08.2026 (Mi)13:00 Uhr
Wo: Tagungshaus Lebensbogen, Zierenberg (Nähe Kassel), mehr Infos auf Website
Kosten: Die Teilnahme am Werkstatt-Treffen ist kostenfrei. Reisekosten und Übernachtungskosten (max. 2 Nächte) sowie die Verpflegung ab Montag Abend sind über Fördermittel finanziert.

WICHTIG: Stornokosten im Fall einer Absage können leider nicht übernommen werden (Infos dazu gibt es auf der Infos-Seite unter dem Button rechts oben).

Bitte wenden Sie sich/wendet euch bei Fragen dazu gerne an die Projektkoordinatorin Karin Wirnsberger (Tel: 0175-5620004, karin.wirnsberger@epiz.de).

Anmeldung: Bitte bis spätestens 30. Juni 2026 über das Formular weiter unten. Die Teilnehmendenzahl ist auf max. 25 Personen begrenzt.

Zielgruppe: Mitglieder des BNE-Partnernetzwerks „Frühkindliche Bildung (FRÜBI), Pädagogische Fachkräfte, Multiplikator*innen, Fachberatungen, Leitungskräfte und alle, die sich für ihre pädagogische Arbeit mit KITA-Kindern angesprochen fühlen.