Das Faire Geschichtenbüdel besteht nur aus Fair-Trade-Materialien

Der faire Geschichtenbüdel

Spielen, Geschichten erzählen und sich über globale Gerechtigkeit Gedanken machen. Das alles verspricht der „Faire Geschichtenbüdel“ von der Initiative „Nachhaltig erzählen“. Ein Projekt-Portrait mit Praxistipps.

Bei den Fortbildungen der Initiative „Nachhaltig erzählen (www.nachhaltig-erzaehlen.de) ging es darum, wie Pädagog*innen eine kulturelle und an Nachhaltigkeit orientierte Bildung im Elementar- und Primarbereich spielerisch verbinden können. Die Frage war: Wie können Erzieher*innen Bilderbücher, Geschichten und Methoden kombinieren, die die Wahrnehmung und Gestaltungskompetenz der Kinder fördern?

Was ist der „Faire Geschichtenbüdel“?

Neben vielen weiteren Ideen ist das „faire Geschichtenbüdel“ entstanden. Das Vorbild dafür waren die „Geschichtensäckchen“, die es zum Beispiel in Schweden, aber auch hierzulande in manchen Büchereien und Kitas gibt. Dabei handelt es sich zumeist um kleinformatige Säckchen, die sich auf nur jeweils einen kleinen Vers oder eine Kurzgeschichte beziehen.

Der „Faire Geschichtenbüdel“ ist hingegen nicht nur größerformatig – etwa in der Größe eines Turnbeutels – sondern lässt sich mit seinen Inhalten drinnen wie draußen auf verschiedene Geschichten beziehen. Alle Materialien – vom Stoffbeutel bis zu den Materialien im Beutel – sollen zudem auch fair und ökologisch produziert sein.

Wie bekomme ich so einen Geschichtenbüdel?

„Faire Geschichtenbüdel“ gibt es nicht fertig zu kaufen. Sie her- und zusammenzustellen ist quasi Teil des Projektes. Dem entsprechend sind sie auch unterschiedlich kostspielig. Wer viele Materialien kauft, kann schon mit plus-minus 50 Euro rechnen. Wer viele Inhalte selbst herstellt oder auf Dinge zurückgreift, die sich in der Natur finden lassen oder recycelt sind, der kann sogar bei einem Null-Euro-Büdel ankommen.

Die Macher von „Nachhaltig erzählen“ – allen voran die überaus engagierte Susanne Brandt von der Büchereizentrale Schleswig-Holstein – haben jedoch schon eifrig mit der Idee experimentiert und ein paar Ideen bzw. Tipps:

  1. Beispiel: Das Farbgedicht. Ein schönes Farbgedicht von Susanne Brandt. Dazu können Erzieher*innen die wunderschönen, kreisförmigen und flexibel nutzbaren Filzringe von Kreisolino verwenden.
  2. Beispiel: Steinverse. Den thematischen roten Faden bilden die Singverse „Viele viele Steine„. Dazu können die Kinder aus viele – in Größe, Form und Farbe möglichst unterschiedlichen – Steinen Kreise und Muster legen. Die Steine können Erzieher*innen auch gemeinsam mit den Kindern sammeln.
  3. Beispiel: Die Mützenmaus. Hauptfigur dieses Gedichtes ist die Mützenmaus. Inhalt des „Fairen Geschichtenbüdel“ ist passend dazu eine Mausefigur sowie ein Tuch aus fairem Handel und eine (selbst) gestrickte Mütze.

Faire Geschichtenbüdel für Globales Lernen

Diese Beispiele sind nur drei von vielen erdenklichen. Als kleinere Version von Materialkoffern könnten wir uns die Geschichtenbüdel tatsächlich auch als eine interessante Alternative zum Verleihen vorstellen. Spannend fänden wir von Kita-Global.de natürlich, diese Geschichtenbüdel mit Gedichten und Inhalten zu füllen, die sich auf Globale Gerechtigkeit und Umweltschutz beziehen.

Weitere Infos zum Projekt von Susanne Brandt und der Initiative „Nachhaltig erzählen“ finden Sie hier:

Erzählen mit dem „fairen Geschichtenbüdel“

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