Haus der kleinen Forscher: Weiterbildung für Erzieher*innen in der Kita

Das Haus der kleinen Forscher

Das „Haus der kleinen Forscher“ zeigt, wie Erzieher*innen mit ihren Kindern die Welt naturwissenschaftlich entdecken können. Denn: „Die alltägliche Auseinandersetzung mit Natur und Technik fördert Neugier, Lern- und Denkfreude der Mädchen und Jungen“, ist die Erfahrung der Stiftung.

Klimawandel, Digitalisierung oder Umweltschutz: Dies sind nur einige der vielen, wichtigen Themen des Globalen Lernens, mit denen sich Kinder in unserer Welt auseinander setzen müssen und wollen. Denn sie betreffen diese einschneidenden Veränderungen noch viel mehr als uns.

Mit naturwissenschaftlichen Experimenten und Forschungsaktivitäten können Kinder auch schon in der Kita Fragen auf den Grund gehen. Wie? Das zeigt die Stiftung „Haus der kleinen Forschern“. Sie bietet viele Ideen, Tipps, Materialien und Weiterbildungen – auch für Erzieher*innen in der Kita.

Praxisbeispiele aus dem Haus der kleinen Forscher

Haus der kleinen Forscher: Weiterbildung für Erzieher*innen in der Kita

Viele tolle Praxisbeispiele auf der Website der Stiftung zeigen: Mit Kindern kann man bereits in der Kita sehr viel erforschen. Über 4.400 Kitas sind bereits als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert. Mehr als 27.500 Erzieher*innen aus Kitas haben darüber hinaus schon an den Fortbildungen teilgenommen.

Ein Blick in die Liste der Beispielprojekte zeigt: Wenn Erzieher*innen die realen Erfahrungen der Kinder aufgreifen und daraus ein gemeinsames Forschungsprojekt entwickeln, ist das ein vielversprechender Ansatz. „Morgens klingelt der Wecker, die Zahncreme schäumt beim Zähneputzen, das Radio spielt Musik, der heiße Kakao dampft in der Tasse. Kinder wollen ihre Welt im wahrsten Sinne des Wortes begreifen und mehr über Naturphänomene erfahren“, schreibt die Stiftung.

Diese Neugier und Wissbegierde können und sollten Erzieher*innen aufgreifen. Die Lernfreude und Problemlösungskompetenz der Kinder auf naturwissenschaftliche Weise zu fördern, bedeutet dabei vor allem, auf die Methoden der Wissenschaft zurück zugreifen – die gar nicht so weit von dem entfernt liegen, was Kinder ohnehin tun: beobachten, vergleichen und kategorisieren, Vermutungen anstellen und so lange auf die Probe stellen, bis sich eine Antwort finden lässt.

Forschungsprojekt „Masthähnchen“

Haus der kleinen Forscher: Weiterbildung für Erzieher*innen in der Kita

Dass das hervorragend klappen kann, zeigte zum Beispiel die Kita „Die pfiffigen Kobolde“. Sie erforschte mit ihren Kindern das Leben von Masthühner. Der Grund: In der Nähe der Kita sollte eine Hähnchenmastanlage entstehen, was viele Eltern beunruhigte.

Die Kinder hatten im Zusammenhang mit der geplanten Hühnchenmastanlage daher viele Fragen: Haben Hühner Zähne? Was fressen sie? Wollen sie baden? Alle schimpfen auf Mastanlagen – warum werden trotzdem immer mehr gebaut? Wo kommt das Futter für die Hähnchen her und wo geht die Gülle hin?

Antworten auf die Fragen zu diesem schwierigen Thema fanden die Kinder beim Besuch unterschiedlicher Hühnerhaltungen (wobei die Mastanlagen verschlossen blieben). Die Kinder bastelten Hühner aus Zeitungspapier sowie einen 1 Quadratmeter großen Stall, um die Lebensbedingungen der Hühner erfahren zu können. Und sie sammelten Hühnerkot in Schraubgläsern und erschnupperten über mehrere Wochen hinweg, wie sich die Atemluft für die Hühner in den Mastanlagen verändert.

Weiterbildungen und Zertifizierungen

Haus der kleinen Forscher: Fünfstufiger Zertifizierungsprozess für Kitas

Doch wie können Erzieher*innen Forschungsräume praktisch gestalten? Mit welchen pädagogischen Ansätzen unterstützen sie die Kinder in ihren freiem Forscherdrang? Und wie können sie jedes Kind beim Lernen gut begleiten? Das „Haus der kleinen Forscher“ bietet dazu spezialisierte Weiterbildungen für Erzieher*innen in Kitas an.

Außerdem können sich Kitas in einem fünftstufigen Prozess zertifizieren lassen. Allerdings nur, wenn sie mit ihren Kindern regelmäßig nach den pädagogischen Ansätzen der Stiftung auf Entdeckungs- und Forschungsreise gehen. Sind sie zertifiziert, können sie sich per Plakette ebenfalls als „Haus der kleinen Forscher“ ausweisen.

 

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